pteccelle Schlauchmanagement im Einsatz

.
pteccelle Schlauchmanagement im Einsatz
 
Nach der Feuerwehrdienstvorschrift FwDV 3 legt der Schlauchtrupp die Schlauchleitung vom Strahlrohr zum Verteiler. Sollte kein Schlauchtrupp zur Verfügung stehen legt der Angriffstrupp seine Leitung selber. So wird es den Feuerwehrmitgliedern in der Ausbildung gelehrt.
Gerade die Variante das der Angriffstrupp seine Leitung selber verlegt dürfte in den häufigsten Einsatzsituationen der Fall sein. Oft fehlt heute das Personal um einen Löschangriff nach kompletten Regeln der FwDV durchzuführen.

Welche Möglichkeiten stehen dem Trupp zur Verfügung um die Leitung zu verlegen ?
Lange Jahre war bzw. ist es auch noch die gängige Praxis eine C-Haspel im Fahrzeug mitzuführen bzw. C-Rollschläuche vorzuhalten. Ist das Ausrollen von Rollschläuchen in freier Umgebung meist kein Problem wird es im Gebäude, besonders in Treppenhäusern aber schnell schwierig bis unmöglich einen Rollschlauch auszurollen. Die Leitung vor dem Gebäude auszurollen und in das Gebäude zu ziehen ist nur sinnvoll, wenn es nur wenige Meter zum Brandherd sind bzw. die Strecke zuvor überschaut werden konnte.
Einfacher und leichter ist die Vornahme der Schlauchleitung mit einem Schlauchtragekorb. Diese Methode ist in den letzten Jahren zur gängigen Praxis geworden. C-Haspeln sind kaum noch zu finden. C-Rollschläuche entsprechend in Schlauchtragekörben verlastet.
Das Vorgehen mit dem Schlauchtragekorb gestaltet sich einfach: Der Trupp schließt die Leitung am Verteiler an und geht mit dem Tragekorb in das Gebäude zum befohlenen Einsatzort. Die Leitung läuft dabei aus dem Korb aus. Das Vorgehen und gleichzeitige Verlegen ist auch in Treppenhäusern und engen Fluren etc. möglich. Probleme treten auf, wenn z.B. die Einsatzstelle eine Wohnung im 2. OG ist. Vor der Wohnung muss das Strahlrohr angekuppelt werden und Wasser auf die Leitung gegeben werden. Hier zeigt sich der Nachteil des Tragekorbes. Um die benötigte Schlauchreserve zu legen, muss die im Korb verbliebende Leitung aus dem Korb gezogen werden. Hier entsteht vor dem Korb nun das berüchtigte „Schlauchknäul“. Ein sauberes in Buchten legen ist zu zeitaufwendig bzw. aus dem „Knäul“ heraus nicht einfach möglich.

Hier kommt ein großer Vorteil des „flexattack“ Tragekorbes zur Wirkung. Der Korb kann vollständig aufgeklappt und dann entnommen werden. Die im Korb befindlichen Buchten dienen als Schlauchreserve. Somit: Strahlrohr ankuppeln, die Buchten in der Länge möglichst weit auseinanderziehen und „Wasser marsch“.  
Besonders Vorteilhaft ist es, wenn die örtlichen Gegebenheiten noch eine weiteres  Etage/Treppe höher hergeben. In diesem Fall sollte die Schlauchreserve die Treppe aufwärts ausgelegt werden. Das Nachziehen der Leitung wird durch das herunterrutschen der Leitung von der Treppe wesentlich erleichtert.
Aber auch bei Verwendung eines Schlauchpaketes oder einer Spirale als letzte Leitung zum Eindringen bietet der Schlauchtragekorb „flexattack“ Vorteile gegenüber dem bisherigen DIN Tragekorb.
In den wenigsten Fällen wird die Leitung direkt bis zu einer Kupplung aus dem Korb gezogen. Sofern  beim Verlegen der Leitung nur wenige Meter gebraucht werden, muss der Rest aus dem Korb gezogen werden, was wiederum zum schon oben erwähnten „Schlauchknäul“ führt. Der „flexattack“ wird geöffnet, die Restleitung herausgeschoben und kann nun problemlos als Schlauchreserve genutzt werden. 

Ein weiteres Beispiel ist die Vornahme einer Schlauchleitung im Treppenauge. Der Trupp ist in ein oberes Geschoss vorgegangen. Im Eingangsbereich stehen Einsatzkräfte mit einer C-Haspel. Die Leitung wird von dieser nach oben gezogen. So wurde es doch sicherlich häufig praktiziert.
Auch hier bietet der Schlauchtragekorb „flexattack“ Vorteile. Eine Einsatzkraft kuppelt die Leitung am Verteiler an geht mit dem Korb ins Treppenhaus. Hier wird der Korb abgelegt, geöffnet und die Leitung kann direkt aus dem Korb nach oben gezogen werden.
Ermöglicht wird dieses, da die Leitung nach dem Aufklappen frei und nicht wie beim bisherigen DIN Schlauchtragekorb in den Korb „eingefädelt“ ist.
Buchten oder Schlauchpaket

Der Tragekorb „flexattack“ ist in den Bestückungsmöglichkeiten flexibel. Er muss nicht ausschließnich einfach in Buchten gefüllt sein. Eine Möglichkeit ist es, den Tragekorb kombiniert mit einer Spirale und Buchten zu füllen. Hierzu legen sie zunächst eine Spirale, bestehend aus einem 15m oder auch 30m Schlauch ein.  Spirale ca 1,6 m einem gefaltet ?. Bei der 30m Spirale kuppelt man eine 15m Läge an und legt sie normal in Buchten ein. So kann man im Einsatzfall die Leitung am Verteiler ankuppeln und läßt die 15m auslaufen, dann Korb ablegen, öffnen und die Spirale entnehmen  und Wasser marsch. So geht es zeitsparend und ohne neu anzukuppeln weiter.
Der Einsatz eines 30m Schlauches ist im „flexattack“ Tragekorb durchaus sinnvoll, da eine Kupplung weniger immer bedeutet auch weniger „hängenzubleiben“.
 
B35 – Der flexattack für die Drehleiter
Bestücken Sie den flexattack B-Schlauchtragekorb mit einem 35 m B (Drehleiter)Schlauch. Im Einsatzfall nehmen Sie den Tragekorb und positionieren ihn neben dem Verteiler hinter dem Fahrzeug. Öffnen Sie den Tragekorb und schließen Sie eine Kupplung an den Verteiler an und die zweite Kupplung an die Leitung im Leiterpark. Beim Ausfahren des Leiterparks wird der Schlauch automatisch entfaltet. Es ist somit nicht notwendig zuvor einen 35 m Schlauch zu verlegen.